
Eine europäische
Tradition
Vom Mittelalter bis heute — die Geschichte von Doktorhut, Talar und akademischer Garderobe
“Doktorhut und Talar — eine europäische Tradition, die vom Mittelalter bis in die Gegenwart reicht und heute weltweit bei Graduierungsfeiern gelebt wird.
Der Talar
Seinen historischen Ursprung hat der Talar als akademische Kleidung an mittelalterlichen Universitäten. Neben konfessionellen Amtsträgern und staatlichen Vertretern, insbesondere Richtern, setzte sich das knöchellange Gewand auch im akademischen Rahmen als Überkleid auf Grund der kalten und zugigen Universitätshallen des Mittelalters durch.
Die Amtsträger der jungen Universitäten forderten bei feierlichen Promotionen oder Rektoratsübergaben eine ihrem Ansehen gerechte Amtstracht. Die preußische Regierung legte daraufhin fest, dass die Professoren in gewöhnlicher schwarzer Kleidung erscheinen sollten, die höchstens durch eine Silberstickerei auf der Brust und am Kragen verziert werden darf.
Historische Fakultätsfarben (Preußen)
Evangelische Theologie
Violett
Rechtswissenschaft
Purpur
Medizin
Scharlachrot
Philosophie
Dunkelblau

Meilensteine der akademischen Garderobe
Mittelalterliche Universitäten
Erste Universitäten in Bologna, Paris und Oxford. Lange Gewänder als Alltagskleidung der Gelehrten in den kalten Universitätshallen.
Das Barett entsteht
Doktorhut und Barett werden als Kopfbedeckung der Gelehrten etabliert. Symbol für die Erlangung des Doktortitels.
Preußische Ordnung
Das Kultusministerium Berlin legt Fakultätsfarben fest: Violett, Purpur, Scharlachrot und Dunkelblau für die vier klassischen Fakultäten.
Amerikanische Richtlinien
Das US-Komitee für akademische Kleidung erlässt Richtlinien: Quaste rechts vor, links nach der Graduierung.
Studentenbewegung
Die Tradition gerät durch die 68er-Bewegung ins Fadenkreuz. Talare werden als Symbol der alten Ordnung hinterfragt.
Renaissance der Tradition
Immer mehr Studierende fordern würdevolle Abschlussfeiern. Führende deutsche Hochschulen feiern wieder mit akademischer Garderobe.

Der Doktorhut
Barett · Mortarboard · Graduation Cap
Der Doktorhut bzw. das Barett sind seit dem 15. Jahrhundert bekannt und gehören zur Amtskleidung der Gelehrten — historisch waren sie die Kopfbedeckungen der Professoren. Als Schmuck dienten häufig aufwendige Applikationen wie Stickereien, Perlenschnüre oder Federn.
Heute ist der Doktorhut ein schwarzer, viereckiger Hut mit einer Quaste. Er wird nicht mehr nur von Doktoren getragen, sondern auch von Absolventen aller Studiengänge. Die Verbindung Doktorhut und Talar entsprach der akademischen Amtskleidung und wird von Studenten bei Graduierungsfeiern getragen.
„Man übergab ihm die Ehrenzeichen seiner Funktion: einen Lehrstuhl, ein aufgeschlagenes Buch, einen Goldring, das Barett oder den Hut.“
Die Quaste — Tradition und Zeremonie
1959 hat das amerikanische Komitee für akademische Kleidung und Zeremonien Richtlinien für das Tragen der Barette erlassen, die bis heute weltweit gelten:
Während der Feier
Die Doktorhüte werden während der gesamten Zeremonie und der Verleihung der Abschlussurkunde getragen.
Vor der VerleihungRECHTS
Die Quaste wird auf der rechten Seite des Doktorhuts getragen.
Nach der GraduierungLINKS
Die Quaste wird feierlich auf die linke Seite verschoben — der symbolische Moment der Graduierung.


Die Renaissance der Graduierungsfeier
Immer mehr Studenten fordern heute eine angemessene Würdigung ihrer Leistungen durch eine offizielle Abschlussfeier mit Urkundenübergabe und sind stolz darauf, einen Talar und einen Doktorhut zu tragen. Führende und renommierte deutsche Hochschulen unterstützen diese Tradition aktiv.
Und so haben wir in Deutschland, wie international üblich, auch wieder sehr hochwertige und würdevolle Abschlussfeiern mit der akademischen Garderobe.
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Quelle: college-fashion.de · Die Geschichte von Doktorhut und Talar
